Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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Mutter, Segnora Monte Hermoſo, aus Gram uͤber alle dieſe Ereigniſſe geſtorben ſey.—

So ſah Durvina eine unuͤberſteigliche Scheidewand ſich erheben zwiſchen ſeinem Her⸗ zen und dem Gegenſtande ſeiner Liebe. In der Verzweiflung achtet er nicht der Lorbeeren, womit die Tapferkeit ſeine Stirn in den ruͤhm⸗ lichen Feldzuͤgen bekraͤnzt hat; gern wuͤrde er ſie gegen den kleinſten Myrtenkranz gluͤcklicher Liebe vertauſchen; und da Palmira ihm auf immer entriſſen iſt, verachtet er Ruhm und Ehre, welche nur dem kalten Stolze dienen.

„Wie,“ ſo rief er mit bitterm Schmerz aus,„ſollte meine theure Palmira, welche ge⸗ taͤuſcht uͤber die wahren Urſachen meines Still⸗ ſchweigens, darin vielleicht einen Beweis mei⸗ ner Untreue zu finden glaubte, mich wohl ſo wenig achten, um mich fuͤr unbeſtaͤndig zu hal⸗ ten? O gewiß konnte ſie den letzten Bitten einer Mutter nicht widerſtehen, welche auf dem Todtenbette, im Augenblicke wo dieſelbe vor Gott erſcheinen wollte, von ihr ein ſo großes Opfer verlangte.“„Aber,“ fuhr er in ſeinen Liebesklagen fort,„daß ſie bei dem gethanen Schritt mehr von Verdruß, von dem Unmuthe des beleidigten Stolzes, als von einem innern Berufe fuͤr das Kloſterleben geleitet wurde, moͤchte ich wohl behaupten. Es waͤre demnach moͤglich,