die Soldaten, welche nun, nicht mehr geſchreckt von Zaubereien, mit wuͤthendem Laͤrmen von al⸗ len Seiten in das Schloß eindrangen.—
Nur die einzige Furcht beunruhigte Giaco⸗ melli, daß ſeine theure Laura der Preis wür⸗ de, womit er ſeinen Sieg erkaufen muͤßte, und daß die Raͤuber ihren Verluſt durch den Tod dieſer Ungluͤcklichen vielleicht raͤchen moͤchten; aber der Genius des Guten wachte uͤber ſie, und ſie ſelbſt hatte ſich eine Strickleiter verfer⸗ tiget, um ſich durch die Fenſter zu den Bela⸗ gerern zu retten. Schon haben Frantzelli und der größte Theil der Raͤuber von der ſchwar⸗ zen Bande in den Staub beißen muͤſſen. Dom⸗ parelli allein, ähnlich einer alten Eiche, welche die Windsbraut vergeblich zu entwurzeln ſtrebt, kämpft noch unermudet gegen alle ſeine zahl⸗ reichen Feinde, obgleich er mit Wunden bedeckt iſt. Dem Marcheſe war es vorbehalten dieſes
böſe ſchwarze Böut zu vergießen; er giebt Feuer
auf ihn, und durchbohrt ihm das Herz mit drei Kugeln. Nun war das erſte Geſchäft des Siegers nach Laura's Gefaͤngniß hinzufliegen; aber dieſe von Rache beſeelt, und begeiſtert von dem Gluͤcke ihren Geliebten wieder zu ſehen,
wollte keine müßige Zuſchauerin in dieſem har⸗
ten Kampfe ſeyn; ſie kam vielmehr freudig ge⸗
laufen, um die Gefahren ihres Gatten zu thei⸗
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