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ſchanzt, drohte Laura ſich den Tod mit ihrem Dolche zu geben, wenn Domparelli mit einem einzigen Schritte ihr zu nahe kame. Ihre Kraͤfte hatten ſich durch den Anblick des hoff⸗ nungsvollen Signals des Giacomelli neubelebt, und Gott verlieh ihr im Gefuͤhl ihrer Un⸗ ſchuld die ſtaͤrkſten Vorahnungen der nahen Befreiung.
Nach dieſen Vorgaͤngen erſchollen die ſchmet⸗ ternden Toͤne der Trompete unten an der Zug⸗ bruͤcke des Schloſſes: es iſt der Marcheſe ſelbſt, welcher, voll von Tapferkeit und Kuͤhnheit, den Domparelli durch einen Parlamentair zu einen Zweikampf herausfordern laͤßt. Anfangs ver⸗ werfen alle Räuber dieſes unkluge Duell; aber ihr Anfuͤhrer befiehlt, ſtatt aller Antwort, mit einem ſtolzen Lächeln, daß man die Zugbrücke herunter laſſe, und dem Marcheſe von Giacs⸗ melli den Eingang verſtatte. Dieſer, der keine Furcht kennt, und den Gedanken an ſeine liebe Laura zur Richtſchnur aller ſeiner Handlun⸗ gen nimmt, tritt in das Schloß, und weder das Hlirren der Ketten noch der ſcheußliche Anblick von hundert verſtümmelten, halb verfaulten Leichen, welche ſtuͤckweiſe in den Höͤfen, in den Gängen herum liegen, koͤnnen ihn hindern an dem Eintritte in einen großen, finſtern, gewoͤlb⸗ ten Saal, welcher nur von den feutigen gen eines Uhn erleuchtet war.


