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Es wuͤrde indeſſen für Domparelli ein Leichtes geweſen ſeyn, das mit Gemalt zu er⸗ halten, was er nur einer freien Einwilligung verdanken wollte; aber,— und zwar nur in die⸗ ſem einzigen Falle— der Gedanke des Zwangs und der Brutalität empoͤrte ſeinen Geiſt. Die geehrte, angebetete Laura bekam ein eignes Zimmer, wovon ſie den Schluͤſſel beſaß, und warſonach frei und unabhaͤngig in ihren Hand⸗ lungen, in welcher zwangloſen Lage ſie nicht umhin konnte, die wunderbare Gewalt der Lie⸗ be heimlich zu bewundern, indem dadurch ſo⸗ gar das Herz des wildeſten Menſchen Italiens erweicht wurde. Sie war ubrigens ein Weib, und ſo widrig ihr auch dieſe Huldigung vor⸗ kam, ſo war dieſelbe doch an ihre Eitelkeit ge⸗ richtet, und die Eitelkeit, man mag es mir ver⸗ geben, weiſet bei dieſem Geſchlechte ſelten ein Opfer zuruͤck, wäre es auch noch ſo ſeltſam.
Aber auf der andern Seite, wie hätte Laura, deren Herz von einer regen Leidenſchaft fur einen jungen ſchönen Gatten erfuͤllt war, dieſen in den Armen eines Moͤrders vergeſſen können? Gegen eine ſolche Forderung mußte ſich ihre Ehre ihr Gefuͤhl ſträͤuben; Dompa⸗ relli mußte daher ohne Hoffnung ſchmachten und ſeufzen, und dieſer rohe Moͤrder, welcher den toͤdtlichen Stahl in den Buſen der liebens⸗ würdigſten Frauen geſenkt hatte, vergoß zum


