Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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dem Kopfkiſſen ſeines Bettes angebrachtes Brett von Ebenholz befeſtigte, welche Linie oder Guir⸗ lande von Augen eine graͤßliche Verzierung ſeines geheimen Gemachs bildete.

Unter andern ſchreckbaren Zuͤgen der Grau⸗ ſamkeit erwaͤhnen wir nur folgender Unterneh⸗ mung. Einſt wurde Domparelli durch ſeine in Neapel aufgeſtellten Spione unterrichtet, daß eine gewiſſe ſchoͤne Dame, Namens Laura mit ihrem jungen Gatten, Giacomelli genannt, der als Oberſter bei den Dragonern der Koͤnigin ſtand, nach Rom abgereiſ't wäre; ſogleich be⸗ ſchtießt er ſich auf dieſe koſtbare Beute zu ſtür⸗ zen. Es hatte auch wirklich keine Schwierig⸗ keiten fuͤr ihn, dieſe zarte Schoͤne aus ihrem Reiſewagen zu reißen, nachdem er den ungluͤck⸗ lichen Gatten ſcheinbar todt in ſeinem Blute liegend, auf dem Boden zuruͤck gelaſſen. Laura, empoͤrt uͤber die Antraͤge Domparellis zog den Tod jeder andern Lage vor, und durch eine ſeltſame Schickung, fuͤhlte Domparelli zum er⸗

ſten Male die Gewalt der Liebe. Ohne Erfolg

wurden Bitten, Drohungen, Verſprechungen bei der Beſiegerin ſeines Herzens in Anwendung gebracht; Laura hatte nur eine Antwort auf alles, das Wort Tod nämlich, und konnte den bluttriefenden Moͤrder ihres Gatten niemals ohne Entſetzen anſehen.

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