Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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angezogen; aber bald kamen ihm ſeine erſten

unmenſchlichen Entwuͤrfe wieder in die Gedan⸗ ken, er erinnerte ſich an das, was er der Ehre ſeiner hoͤlliſchen Geluͤbde ſchuldig war, und er⸗ ſtickte in ſeiner Seele alles Gefuͤhl der Liebe und der Zärtlichkeit, um, wie ein zweiter Othello

nur den Durſt nach Blut, und Mordluſt darin

herrſchen zu laſſen. Weit entfernt alſo, wie ein gewoͤhnlicher Liebhaber, zu geluͤſten nach den Seufzern der Liebe, nach dem Schwelgen auf einem Buſen, wie aus Elfenbein gedreht, der zum zärtlichſten Hingeben einlud, gedachte er vielmehr, als verwegener auf die Bahn der groͤßten Verbrechen geſchleuderter Boͤſewicht, ſich, nach ſeinen fürchterlichen Grundſätzen, zu verewigen durch die entſetzlichſte That, die ein Sterblicher begehen kann.

In dieſem Augenblicke ſtammelte die Graͤ⸗ ſin mit ſchmachtender Stimme die letzten Lau⸗ te ihres ſanften Widerſtandes, und indem ſie den Arm, vermoͤge einer kuͤnſtlich ange⸗ brachten Feder, ausſtreckte, um ihm einen diamantenenen Ring und eine entblaͤtterte Ro⸗ ſe zu reichen, ſprach ſie ſanft:„Dieſe Sinnbil⸗ der moͤgen die Pfänder unſerer ewigen Liebe ſeyn.“ Dieſe Roſe enthielt eine betaͤubende Fluſſigkeit, welches unſer Held ſogleich bemerk⸗ te; denn wenn auch der Genius des Boͤſen ihn

zuweilen im Stiche ließ, ſo hatten doch die ge⸗