Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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woͤhnlichen Mittel der Liſt und Verfuͤhrung kei⸗ ne Gewalt uͤber ihn, indem er immer mit fei⸗ nem Dolche und ſeinem Zaubermitteln bewaffnet war. Wuͤthend bei dem bloßen Gedanken, daß die Graͤfin ihn habe betruͤgen, und in verräthe⸗ riſchen Abſichten ſeine Sinne betäuben wollen, ſtuͤrzt er ſich ohne weiteres vorwaͤrts, zerreiſ't die Einfaſſung von Blumen, zuckt ſeinen Dolch und ſtoͤßt ihn mit wiederholten Streichen in den Buſen der Graͤfin, während die aus zwan⸗ zig Wunden emporſpringenden Blutquellen ihn bedecken. In ſeiner blinden Wuth faͤllt es ihm nicht auf, daß er ſo wenig Widerſtand findet, und daß die Geſtalt der Graͤfin die er ſo bar⸗ bariſch erdolchte, bei der groͤßten Ruhe nicht einmal die Farbe des Geſichts veraͤnderte, un⸗ geachtet ihre Bruſt mit toͤdtlichen Wunden durchbohrt war. Aber wie groß war ſein Er— ſtaunen, als er bei naͤherer Unterſuchung der Perſon, die er in der uͤberall herrſchenden wol⸗ luͤſtigen Dämmerung nur undeutlich wahrgenom⸗ men hatte, ſich uͤberzeugte, daß er nur eine Frau von Wachs erſtochen hatte, nämlich das vollkommen ähnliche Bild der Gräfin Cardini, fuͤr welches dieſe geſprochen und geantwortet hatte, indem ſie ſich verborgen befand hinter einem Spiegel ohne Folie, welcher unter ſeide⸗ nen Vorhaͤngen halb verſteckt, und abſichtlich

nur ſchwach erleuchtet war. Die ganze Ein⸗

richtung dieſer kuͤnſtlichen Perſon beguͤnſtigte