Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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gruͤnden. Erſt nach zwei ſorgenvoll verbrach⸗ ten Monaten eröffnete man ihm, daß ein unver⸗ ſchämter Betruͤger ſich zu Modena mit ſeinen Wuͤrden bekleidet, und ſich noch uͤberdies im uebermaß der Keckheit, die Ehre zugeeignet habe, der Ueberwinder und Vertilger des grau⸗ ſamſten Banditen Toscana's zu ſeyn. Man erwaͤhnte ferner der Belohnungen, welche ſein falſcher Stellvertreter vom Fuͤrſten erhalten, und was die oͤffentlichen Blaͤtter daruͤber be⸗ richtet hatten. Nach dieſem ſeltſamen Bericht, kommt es dem Grafen von Silos, der nach⸗ denkend alle Umſtaͤnde zuſammen haͤlt, hoͤchſt wahrſcheinlich vor, daß es ſein Moͤrder ſey, welcher ſeine, nun leer geglaubte Stelle verwe⸗ gen eingenommen habe.„Die Gleichfoͤrmigkeit ſeines Alters, ſeiner Leibesbildung mit der mei⸗ nigen,“ ſagt er bei ſich ſelbſt,„wird dieſe ab⸗ ſcheuliche Erfindung vorzuglich beguͤnſtiget ha⸗ ben.“ Er brennt daher vor Verlangen ſich zu den oͤffentlichen Behoͤrden von Modena zu begeben, um ihnen den Betrug zu enthuͤllen. Alle ſeine Freunde nehmen Theil an ſeinen Abſichten, laſſen ihm jedoch bemerken, daß man gegen einen Menſchen von dieſem Schlage mit der aͤußerſten Behutſamkeit und Geſchicklichkeit zu Werke gehen muͤſſe.

Der Genius des Guten, billig erzuͤrnt uͤber die gluͤcklichen Erfolge ſeines abgeſagteſten Fein⸗