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und Gluͤckwuͤnſche darzubringen uͤber den Ex⸗ folg ſeines Muthes in Zerſtoͤrung der gefähr⸗ lichſten Boͤſewichter von Toscana. Jeder wuͤnſch⸗ te bey dieſer Gelegenheit die ſchmeichelhaften Briefe zu ſehen, welche er uͤber dieſe große Un⸗ ternehmung vom Senate von Mailand erhal⸗ ten hatte; jeder bewunderte das mit dieſen Briefen begleitete Großkreuz des Ordens der Lombardie, deſſen Decorationen ihm der Fuͤrſt zum Andenken dieſes großen, dem Vaterlande geleiſteten Dienſtes, ertheilte. Nun gab es nichts als Freudenfeſte, große Diners, Mas⸗ kenbälle, und dergl., wo der falſche Graf das Gold mit vollen Haͤnden ausſtreute, und ſich dadurch unter den Damen jenen glaͤnzenden
Ruf erwarb, welcher in der Galanterie zu ſo
ſchnellen Erfolgen fuͤhrt.
Ach, welche Erfolge!— Wenn durch Leicht⸗ ſinn, durch die dem ſchoͤnen Geſchlecht ſo natuͤr⸗ liche Coquetterie, und durch jene Haupttriebfe⸗ der aller zaͤrtlichen Verbindungen, die Eigen⸗ liebe, die Weiber bewogen werden, auf halbem Wege entgegen zu kommen, wenn es Liebes⸗ intriken gilt, verdienen die Ungluͤcklichen fuͤr dieſe Schwachheitsfehler mit ihrem Leben zu buͤßen, und einen Moment falſcher Gluͤckſelig⸗ keit ſo theuer zu bezahlen?— denn verſchie⸗ dene junge ausgezeichnete Schoͤnheiten Mode⸗ nas waren verſchwunden, ohne daß man ſich
Blut. Schatt. Zweit. Bd. 13


