unermeßlichen Reichthuͤmern, die man bei dem
fen von Silos; hierauf wenbete er ſich nach
Modena, unterrichtete ſeine Leute in den Rol⸗
len, die ſie, als ſein anſehnliches Gefolge, zu ſpielen hatten, und beſchloß, ſich einige Zeit in dem blumigen Elemente der Galanterie herum zu treiben, um der Liebe zu opfern, bis ſich die Gelegenheit zu glaͤnzenderen Thaten darboͤte.
Wir wollen jetzt ſehen, welchen Gebrauch er von den unwiederſtehlichen Zaubermitteln macht, die er von der Goͤttin der Verfuͤh⸗ rung empfangen hatte. Mit Bedauern wer⸗ den wir wahrnehmen, wie das ſchoͤne Geſchlecht mit ſeinen köſtlichſten Gunſtbezeugungen, mit ſeiner Unſchuld, ſeinem guten Ruf die falſche Liebe eines Ungeheuers, eines ſchlauen Lovelace eines verrätheriſchen Valmont bezahlen muß, während der Boͤſewicht die Zärtlichkeit nur auf der Zunge tragt, und im Innern ſeines Her⸗ zens das Verbrechen auf ſeine, durch die Ro⸗
ſen des Vergnuͤgens ſicher gemachte Beute lau⸗ errn laͤßt. 6
Kaum hatte er ſich zu Modena in den
Beſitz eines prachtigen Pallaſtes geſetzt, und denſelben mit der groͤßten Eleganz eingerichtet,
als die ausgezeichnetſten Perſonen der Stadt ſich beeilten, ihm ihre Aufwartung zu machen,
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Ueberwundenen fand, alles im Namen des Gra⸗
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