Teil eines Werkes 
2. Bd. (1821)
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Bald, ach nur zu bald, bot ſich die Ge⸗ legenheit zur Ausfuͤhrung ſeiner Entwuͤrfe dar. Ein toscaniſcher Graf, Signore Condé de Si⸗ los, war auf einer Reiſe nach Florenz begrif⸗ fen. Ihn angreifen, ihn mit ſeinem geſamm⸗ ten Gefolge erdolchen, war fuͤr unfern Helden die Sache eines Augenblicks; hierauf bemäch⸗ tigte er ſich des Wagens des Ermordeten, leg⸗ te die Kleider und Orden deſſelben an, und befahl ſeinen untergebenen Raubgenoſſen, wel⸗ che er in der Naͤhe einer, in dieſen beruͤchtig⸗ ten Gebirgen liegenden Hoͤhle eilig verſammelt hatte, die Livree der ermordeten Bedienten des Grafen ebenfalls zu nehmen und ihm zu folgen, nachdem ſie die blutigen Koͤrper in einen tie⸗ ſen Schlund geworfen hatten. Dieſe kurze und beſtimmte Art und Weiſe eine Sache abzuthun, dieſer Ton der Ueberlegenheit, welcher durch ſeinen thaͤtigen Geiſt und ſeine herrſchende Kuͤhn⸗ heit vollkommen gerechtfertiget wurde, machten einen ſolchen Endruck auf dieſe Verbrecher der zweiten Claſſe, daß ſie ſich mit einem ſtillen Ge⸗ fuͤhl der Bewunderung den Befehlen des Dom⸗ parelli unterwarfen, und einſtimmig den Dienſt eines beruͤchtigten Partheigaͤngers, Namens Ba⸗ rocal, verließen, welcher ſich einen ziemlich be⸗ deutenden Ruf in dem Gebiet von Bologna er⸗ worben hatte.

Domparelli, heimlich eiferſuͤchtig auf einen