185
nem Spiegel mit inniger Seelenfrihde zu uͤber⸗ zeugen, daß er voͤllig unſichtbar geworden ſey.
Dieſes verbrecheriſche Hingeben an die boͤſen Geiſter erforderte jedoch noch einige an⸗ dere Ceremonien, um ſich den Hof der Syl⸗ phen des Asmodi guͤnſtig zu machen, der als Fuͤrſt der Daͤmonen, Beſchuͤtzer des Laſters, und Schutzgott der Verbrecher verehrt wird. Domparelli faßte daher einige Tropfen von ſeinem Blute in einen Schädel; und ſchrieb auf ein Stuͤck Menſchenhaut, die vom Galgen geſtohlen war, einen fuͤrchterlichen Eid, forthin keiner andern Gottheit zu opfern, ſich vor kei⸗ nen andern Altaͤren, als denen der Hoͤllenmaͤch⸗ te zu beugen; und nachdem er ſo mit lauter
Stimme die abſcheulichſten Fluͤche und Verwuͤn⸗
ſchungen ausgeſprochen hatte, ſchloß er ſeinen Vertrag mit dem Satan ab, und erſtickte vol⸗ lends in ſeinem ſchuldigen Herzen die ſchwa⸗ chen Keime der Tugend, welche die Natur hin⸗ ein gelegt haben mochte.
Rach dieſem fuͤrchterlichen Vertrage fuͤllte ſich die Luft von neuem mit Schwefelduͤnſten, und blutige Schatten ſtiegen auf, welche in ihrem fluͤchtigen Voruͤberſchweben den Stoͤ⸗ ßen eines meuchelmoͤrderiſchen Dolches auszu⸗ weichen ſchienen; Donnerſchlaͤge fielen von Zeit zu Zeit in dieſes ſchwarze Trauerſpiel, und


