Teil eines Werkes 
3. Theil (1824)
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meine Augen ſind von Thraͤnen naß, ich hatte

einen grauſenvollen Traum. Sie ſprang aus ihrem Bette und eilte zu mir, als ob ſie Schutz und Troſt ſuche. Es iſt ja nur ein Traum geweſen, ſprach ich, indem ich ſie in meine Arme nahm, aͤngſtige Dich deshalb weiter nicht. Aber, ſagte ſie, es war doch ein boͤſer Traum! Wenn er nur nicht eine Vorbedeutung enthält. Es iſt der ſeltenſte Fall, wo die Wirklichkeit mit unſern Träumen zufällig uͤbereintrifft, entgegnete ich, ſo daß wir nie glauben konnen, es ſey das geſchehen oder es werde geſchehen, was wir geträumt haben. Im Schlummer treibt die Phantaſie ihr Spiel, webt Hirngeſpinſte zuſammen, die wir wachend nicht entfädeln

können. Was hatteſt Du denn fuͤr einen

Traum, der Dir Thraͤnen auspreßte?

Sie erzählte alſo: Wilhelm, ſo hieß der Taufname des geliebten Juͤnglings, er⸗ ſchien mir im Traume. Ich ſah ihn in

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