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An denſelben.
Ich komme aus dem Schauſpielhauſe— Freund! ich bin verrathen, verſporter, betrogen! o ſchaͤndliche Abſcheulichkeit! unerhoͤrter Be⸗ trug! Es uͤbertauft mich eiskalt, und doch kocht mein Blut, daß es alle Adern zu ſprengen droht
— o du heimtuͤckiſche heuchleriſche Schlange! daß ich ihr trauen konnte— Wilhelmine iſt eine Koquette!.
Eine Koquette! was habe ich geſagt?— o du erbaͤrmlicher Thor! wrillſt du dich jezt noch betruͤgen— Wilhelmine iſt„des Prinzen erklaͤrte Maitreſſe— ſie ſelbſt hat ſich ihm angeboren— ich habe es geſehen, gehoͤrt ich habe es ihr, ich habe es dem einfaͤlti⸗ gen Alten geſagt— ſie lachten— bey Gott, ich glaube wirklich ſie lachten!. hoͤre nur! da ſchleiche ich in's Schauſplelhaus— doch nein! du ſollſt nichts hoͤren, ich mag dir nichts
erzaͤhlen! genug— es iſt ſe— Lebe
Fr
Aen denſelben.
Recht ſo! ich haͤtte es im voraus wlſſen ſollen! nein! dieſe unmaͤnnliche Schwachheit iſt


