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lich beſtimmt; und hatte ich nicht auch an Wil⸗ helminen, denn daß ſie um die Geſchichte wußte, daran konnte ich jezt nicht zweifeln, eine kleine Rache auszuuͤben?— Der Geheimerath wurde heftig, und auch meine Galle ſtieg— aber den⸗ noch kam es auch diesmal weiter als ich's ge⸗ wuͤnſcht hatte.— Gott weiß wer es fuͤgt, daß ich beinahe immer mit all meiner Kaltbluͤtigkeit und Faſſungsgabe die mir vorgenommene Graͤnze uberſchreite?— Wirſt du's wohl glauben, Raß⸗ dorf! der Alte gab mir am Ende meinen Abſchied in derbſter Form.— Und das kannſt du mir ſo ruhig erzaͤhlen? hor' ich dich ſagen.— Vol⸗ lig ruhig! denn mit einem Worte kann ich ſie ja beide beſchaͤmen; uͤbrigens muß ich dir frey geſtehen, daß mir die Sache zu ſchnell und zu unerwartet kam.— Eberhorſt, ſeit der fatalen Komoͤdien⸗Geſchichte, geht in dieſem Hauſe aus und eln, der Alte iſt heftig, Wilhelmine zu⸗ weilen unuͤberlegt; war es alſo nicht beſſer, ich„ behlelt vor der Hand mein Geheimniß bey mir?“ — Indeſſen fuͤhle ich doch, daß es die hoͤchſte Zeit iſt, dem Mißverſtaͤndniß zwiſchen uns allen dreyen ein Ende zu macheu.


