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daß ſie Verwandte ſeyn, und bat den lieben Vet— ter um die Erlaubniß ihn waͤhrend der Jagdzeit beſuchen zu duͤrfen!... Der neue Kommandant reiſte mit ſeiner Tochter vollig bezaubert ab. Eber⸗ horſt ließ nicht lange auf ſich warten, er jagte mit dem Vater und machte der Tochter eine Liebes⸗ erklaͤrung.— Der Vater erhob ihn bis in den Himmel, nur haͤtte die erfahrungsloſe Tochter einen Teufel hinter dieſer freundlichen Larve ſu⸗ chen ſollen, ſie traute ihm und ſich ſelbſt zu viel, der Boͤſewicht benuzte einen ſchwachen Augenblick, und verſchwand. Die Gewißheit ſeiner Nieder⸗ trͤchtigkeit hatte ihrer unglucklichen Neigung zu dem Verfuͤhrer bald ein Ende gemacht, ſie hat⸗ te ihn jezt ruhig aufgegeben, und war feſt ent⸗ ſchloſſen, im eheloſen Stande, für ihre Leicht⸗ gläubigkeit ihre uͤbrigen Tage zu buͤßen— bald wurde ſie aber uͤberzeugt, daß jene ſchwache Stunde ſchreckliche Folgen nach ſich gezogen hat⸗ te; nun mußte ſie auch ihren Entſchluß aͤndern; oder ſollte das ungluckliche Geſchoͤpf, das ihr bald ſein Daſeyn wuͤrde vorzuwerfen haben, die Strafe des Leichtſinns ſeiner Mutter tragen?— nein! rief ſie, der Niedertraͤchtige ſoll mir im⸗ mer fremd bleiben, nur ſeinem Kinde nicht!— Sie ſchrieb— erhielt keine Antwort, ſie drohte, au h da noch keine— nun erklaͤrte ſie, daß wo⸗ fern er nicht binnen acht Tagen dieſem ſtrafbaren Stillſchweigen ein Ende machte, ſie ihrem Va⸗ ter ihren Zuſtand entdecken und dann eine offent⸗


