zu einer beſtimmten Erklaͤrung haͤtte geben kon⸗ nen— aber jezt noch ſchien ſie mich nicht zu verſtehen; ich bemerkte ſogar, daß ſie geflißent⸗
lich dieſer Erklaͤrung auswich. Ihre Anlage zu
unſchuldigen Scherzen hatte ſich in blttern Spott verwandelt, und ihre frohe Laune nahm merk⸗ lich ab; ich gieng zu ihr mit dem feſten Vorſatz, dieſer geſpannien Lage auf einmal ein Ende zu machen; gewiß, lieber Raßdorf! war ich dies⸗ mal feſt entſchloſſen, von melnem Plaue abzu⸗ weichen, denn ich fuͤhlte mich nicht ganz Schuld⸗ frey. Ich traf den Kammerherrn von Eberhorſt beym Geheimenrath an, der, im Namen der Fuͤrſtin, Wilhelminen proponirte dem Geſellſchafts⸗
Theater, von dem ich dir neulich ſchrieb, beizu⸗
treten. Wilhelmine wußte meine Meinung dar⸗ uͤber, und dennoch, ſelbſt ohne ihres Oheims
Erklaͤrung zu erwarten, gab ſie ihre beſtiminte
Einwilligung;— ich floh, da dies der Augen⸗ blick einer freundſchaftlichen Ergteß zung nicht ſeyu konnte, und gieng abermals unverrichteter Sache nach Hauſe. Laͤnger aber durfte ich weder, noch konnte lch ſchweigen ich ſezte mich alſo hin und ſchrieb ihr einen langen Brief uͤber die unvermeld⸗ lichen, theils ſchaͤdlichen, theils unangenehmen Folgen dieſes an ſich zwar unſchuldigen geſell⸗ ſchaftlichen Vergnuͤgens. Dieſer Brief ſollte, melner Meinung nach, die natuͤrlichſte Einleitung zu einer wechſelſeitigen Erklärung ſeyn— ich harrte mit eben ſo vieler als Gewiß⸗


