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Vergebens ſuchte der Prinz, waͤhrend dem langen Weg, das Geſpraͤch wieder anzuknuͤpfen; Wilhelmine wankte an ſeiner Seite vor ſich hin⸗ ſtarrend, als ob ſie Geiſter behorchte.— Adolph fuͤhrte endlich ihre Hand langſam an den Mund, eine Thraͤne fiel darauf— jezt ſchien ſie ihr Be⸗ wußtſeyn wieder erhalten zu haben, und indem ſie ihre Hand, die ſie langſam zuruͤck zog, vor die Augen legte— Gott! was war das? theuer⸗ ſter Prinz! haben ſie Mitleiden mit einem ſchwa⸗ chen Maͤdchen, unverdiente Leiden habe ich Muth zu ertragen, aber Spott, Misachtung, wuͤrde ich nicht uͤberleben.— Adolph, der den Sinn dieſer Worte ſo wenig als Wahlbergs Erſchei⸗ nung begriff, antwortete ſehr lebhaft.— Wann wird meine theure Wilhelmine ihrem Freund Gerechtigkelt wiederfahren laſſen? wann wird ſie im vollen Vertrauen auf ſeine Redlichkeit, auf ſeine—(Liebe wollte er ſagen, aber das Wort erſtarb auf ſelnem Munde) Freund⸗ ſchaft, ihm endlich...— Sie ſollen alles er⸗ fahren, unterbrach Wilhelmine, ja, dieſen Be⸗ wels meiner Achtung bin ich Ihnen ſchuldig! — aber jezt nicht!— nur jezt nicht!— und ſie verdoppelte ihre Schritte. Da ſitzt's alſo! vachte Eberhorſt, der das ganze Geſpraͤch in der Einſiedeley mit angehoͤrt hatte, auch dieſen Stein wollen wir noch aus dem Wege raͤumen.— Er ſezte ſogleich alle ſeine Spuͤrhunde in Bewegung, und bald wurde er von den wahren Verhaͤltniſſen


