118 zwiſchen Wilhelminen und Wahlberg auf das ge⸗ naueſte unterrichtet. Aber, ab er gleich ſich ſelbſt in das Doͤrfchen verfuͤgte, ſo konnte er dennoch nichts beſtimmtes von dem Maͤdchen erfahren dem Wahlberg Wilhelminen aufgeopfert haben ſollte. Wahlberg hatte Mutter und Kind, gleich nach ſeiner Erſcheinung in der Einſiedeley abgehohlt, und niemand konnte ihm ſagen, wo er mit ihnen hingefahren ſey— nur das wußte er, daß Wahl⸗ berg Anſtalten zu elner langen Reiſe getroffen hatte, denn er hatte ſeinen Bekannten kein Ge⸗ heimniß daraus gemacht.— Darauf baute nun der ſchlaue Boͤſewicht ſeinen Plan.— Dieſer Wahlberg muß in Wilhelminens Augen veraͤcht⸗ lich, und Adolphs zu ſchuͤchterne Liebe durch dieſe Eiferſucht kuͤhner gemacht werden. Er gieng alſo zum Prinzen, ſuchte ganz unbefangen das Ge⸗ ſpraͤch auf Wilhelminen zu lenken, und erzaͤhlte dann, ſo vlel Adolph zu wiſſeñ noͤthig hatte, von ihrer Liebe zu Wahlberg, und von ihrer muth⸗ maßlichen Verbindung mit ihm, ſobald er von einer kleinen Geſchaͤftsreiſe zuruͤck gekommen waͤre, Die kleine Eigenſinnige, ſezte er laͤchelnd hinzu⸗ hat dem Miniſter das Perſprechen abgeſchmeichelt, daß ihre Vermaͤhlung, vor der Hand noch, ein Geheimniß blelben ſollte; auch, wie ich hore, ſind beyde junge Leute in dieſem Augenblick ein we⸗ nig brouillirt— aber man weiß ja, was ſo eln depit amoureux gewohnlich fuͤr Folgen hat! Die Verſohnung wird deſto herzlicher ſeyn.—
Einzelbild herunterladen
verfügbare Breiten


