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115 Wilhelmine.(verwirrt) Wie! Adolph. Czu ihren Fuͤſſen) Wilhelmine!
Wilhelmine.(aufſtehend in hochſter Ver⸗ wirrung) Was wollen ſie von mir, Prinz!
Adolph, Sprechen ſie mein Urtheil— Sie liebe ich!
Wilhelmine. Nein! nein!— edie Hän⸗
de faltend indem ſie dem Fenſter zueilt) o! mein Gott!
So eben rollte ein ſchwer bepackter Relſewa⸗ gen voruͤber; die Perſon, die darin ſaß, hatte ſich heraus gelehnt, und uͤberſah den Park. Der
Wagen fuhr jezt hart unter dem Fenſter voruͤber,
und Wilhelmine erkannte Wahlberg— ihre Blicke begegneten ſich— Willhelmine ſank auf den Stuhl zuruͤck— ſo iſt es doch wahr.„er reiſt wirklich— ſtammelte ſie, und ſuchte vergebens ſich nach dem Fenſter zu erheben.— Wer? frug Adolph aͤngſtlich— aber ſie ſtarrte ihn an
ohne zu antworten.— Adolph, der dieſe ſeltſa⸗
me ſchnelle Veraͤnderung als eine Wirkung ſeiner unerwarteten Erklaͤrung anſah, war vor ihr nie⸗ derkniet und hatte beide Arme um ſie geſchlungen — aber ſie ſchien es nicht zu bemerken, ihre
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