Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1803)
Entstehung
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LL2

ſtenz mit hinein gezogen ich ſehne mich nach dem vertrauten Umgang mit edlen Menſchen, wo wechſelſeitige Ergießung des Lebens Bitter⸗ keit verſuͤßt, und deſſen Freuden veredelt und vervielfacht ſtatt deſſen ſtehen mir, wo ich hinblicke, geſchmeldige Sclaven, laͤchelnde Ge⸗ ſichter, und trugvolle Schmeichler im Wege ſie tragen alle Eine Farbe, die Politur hat die Stempel von ihren Seelen abgeſchliffen, kei⸗ ner unterſcheidet ſich von dem andern(im⸗ mer waͤrmer) Der ſchonſte Traum meines Herzens,

dem ich mit Innigkeit nachhaͤnge.. ſtilles haͤus⸗

liches Gluͤck an der Seite einer gellebten Gattin bleibt mir ewig nur ein ſchoͤner Traum... Der Ehrgeiz ſoll durch den Mund eines Geſand⸗ ten mir eine Gattin waͤhlen das Intereſſe des Staats ſpricht lauter als die klagende Stim⸗ me melnes Herzens ich ſoll Mann ohne Weilb, Vater ohne Vaterfreude werden denn ſtatt eines Welbes wird man mir eine Fuͤrſtin zur Seite ſtellen, und dieſe wird dem Lande meinen Nachfolger geben.... Fuͤrſten Gluͤck!

Wilhelmine. Iſt die dankbare Thraͤne

begluͤckter Unterthanen!..

Adolph. Iſt denn das Gluͤck meiner Un⸗

terthanen eine nothwendige Folge meines eigenen Elends? Wilhelmine! muß ich denn durch⸗