te gedemuͤthiget werden.— Mit dieſem Plaue beſchaͤftiget, war ſie jezt bis an die Einſiedeley,
eine der ſchoͤnſten Partien im Garten, gekom⸗ N
men.
Durch hohes Geſtraͤuch und dichtes Buſch⸗ werk fuͤhrt hier der Pfad auf elnen einſamen Ra⸗ ſenplatz, in deſſen Hintergrunde, nach Oſten zu, zwiſchen Fichten, Cypreſſen und Trauerweiden ein Grabmal ſich erhebt— gerade gegenuͤber rauſcht der Bach durch ein enges tiefes Thal; eine Bruͤcke nur von zwey breiten Balken mit ei⸗ nem Gelaͤnder verſehen, fuͤhrt auf die andere Sei⸗ te. Hier erheben ſich Ruinen auf Ruinen, durch welche der Weg in die Hoͤhe nach der Einſiedeley ſich ſchlaͤngelt. Ein Gottesacker mit Leichenſtei⸗ nen bedeckt, umglebt die Kapelle, die von Mooß und Epheuranken umwunden, mit einem erkuͤn⸗ ſtelten Alterthum pranget— eine Reihe halb verfallener Arkaden verbindet die Kapelle mit der Einſiedeley, ein gothiſches Gebaͤude, an einem verfallenen Wartthurm aͤngſtlich angelehnt. Wil⸗ helmine ſtieg hinauf, und ſezte ſich ermuͤdet un⸗ ter den Schatten einer alten Linde, die gerade der Kapelle gegenuͤber ſtand. Der ſchoͤne heitere Morgen, die Einſamkeit des Orts, die tiefe Stil⸗ le, nur durch den rauſchenden Bach unterbrochen, der Anblick des ernſten Gottesacker, dies alles harmonirte mit ihrer gegenwaͤrtigen Seelenſtim⸗
mung. Die Stirne in dle Hand geſtuͤzt, flog ihr
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