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Blick von dem blauen Himmel in die Tiefe hinab, und ohne an einem beſtimmten Gedanken ſich feſtzuhalten, ſchweifte ihre Phantaſie von einem Gegenſtand zum andern; es war eine Fuͤlle von Gedanken, welche die nemliche Wirkung als eine vollige Gedankenloſigkeit hervorbrachte. Jezt ſtand ſie auf, betrat den Gottesacker und las die In⸗ ſchriften— es waren theils heitere, theils ſchwer⸗ muͤthige, auch mitunter leichtfertige Gedanken, uͤber Tod, Ewigkeit, Genuß des Lebens, und Beſtimmung des Menſchen— ſie hatte bereits ihre Schreibtafel hervor gehohlt, um einige da⸗ von zu notiren, als des Prinzen Windſpiel auf ſie zugeſprungen kam— ſie wendete ſich erſchro⸗ cken um—
Adol ph.(indem er auf ſie zueilt) Wilhelmi⸗ ne zwiſchen Graͤbern und Leichenſteinen!
Wilhelmine. Clachend) Wie lange noch und Wilhelmine liegt unter dem Leichenſtein!
Adolph. Wer wird im Fruͤhjahr ſchon an den Winter denken?
Wilhelmine. Die kalte Hand des To⸗ des reicht eben ſo oft nach der Bluͤthe als nach der reifen Frucht des Lebens und(indem ihr Blick auf den Graͤbern ruht) ich weiß nicht, ob der, dem die Vorſehung einen ſchoͤnen heitern Fruͤh⸗ ling gegdnnt hat, nicht eher danken, als ſich be⸗


