Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1803)
Entstehung
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Junge, ihres Oheims einziger Sohn, ohnlaͤngſt von der Univerſitaͤt zuruͤck, wo er Zeit und Geld verſchwendet hatte, und jezt als Fähndrich bey der Fuͤrſtlichen Leib⸗Garde angeſtellt ſie wa⸗ ren mit einander aufgewachſen.

Willſt du nicht ein Stuͤndchen ausreiten? ſagte er, indem er vor den Spiegel trat, und ſein neues Reit Kollet muſterte Wilheimine ſah ihn ſtarr an nein! ſagte ſie endlich Ich bitte dich, liebes Minchen, thue es mir zu Gefallen, deln armer Joli kommt ja gar nicht mehr aus dem Stalle, er wird ordentlich ſteif Kannſt ihn ſelbſt reiten, wenn es dir Freude macht Minchen! ich will dir's nur geſtehen, es iſt aus mit mir und Malchen So 7 rein aus! denke nur, wle abſcheulich! ich will ſie kuͤſſen, ſie wendet ſich um ja das iſt in der That abſcheullch von dem Maͤdchen! Ich eile ihr nach, da ſchluͤpft ſie mir durch, und ich ſinke der alten Tante in die Arme Wilhelmine lachte ja, gerade ſo machte ſie's auch ich wurde boͤſe, es half nichts, ſie woll⸗ te ſich krank lachen uͤber mich, und die Tante, die in den großen Armſeſſel zuruͤck geſunken war, und wie ein alter Drache Gift und Feuer ſpie. Der ſteife Hofrath kam eben herein, den faßte ſie, denke nur, unterm Arm und floh mit

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