Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1803)
Entstehung
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ren dle bitterſten, die ſie in ihrem Leben ge⸗

weint hatte ſo tief gekraͤnkt, ſo verkannt, ſo misverſtanden hatte ſie noch niemand, und das konnte ſie nicht verſchmerzen. Wahlbergs Be⸗ merkung uber Witz und Eplgramm hatte ſie wirk⸗ lich betroffen, und ſchnell wollte ſie durch einen drolligen Cinfall dem Streite ein Ende machen; waͤre da Wahlberg ihr nur elnen Schritt entge⸗ gen gekommen, ſo wurde der kleine Groll wegen einer abgeſchlagenen Landpartie, welche kurz vor⸗ her vorgeſchlagen wurde, gaͤnzlich vertilgt geweſen ſeyn, ja ſie waͤre mit naſſen Augen an ſein Herz geſunken, und haͤtte ihn um Vergebung gebeten aber ſie hatte vergeblich den erſten Schritt

gethan, er war zuruͤck gewichen und da ver⸗

gaß ſie uͤber den unzeitigen Trotz, daß ſie der angreifende Theil geweſen war.

Das erſte, was ihr in die Augen fiel als ſie ihr Zimmer betrat, war Wahlbergs Portralt von Graf gemahlt; ſie nahm es herunter und ſtellte es umgewandt in einen Winkeljezt ergriff ſie die Feder um dem abſcheulichen Menſchen ihre Herzens⸗Meinung zu ſagen da ging ihre Thuͤre auf ſie hatte das Herz nicht herum zu bli⸗ cken er iſts! ſagte ihr eine leiſe Stimme und eine gluͤhende Roͤthe uberzog ihre Wangen, ihre Hand zitterte, aber er war es nicht ihr Vetter Guſtav war es ein toller luſtiger