Teil eines Werkes 
1. Bändchen (1803)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

13

ter dem Fichtenwald hervor kroch und kam Schritt fuͤr Schritt, wie ein Grenadier auf der Wachtparade, mir nach; weg war all mein Froh⸗ ſinn, ich zerriß die Blumen⸗Guirlande, die ich auf der Wieſe gepfluͤckt hatte, und warf ſie dem voruͤbergehenden Dorfhirten ins Geſicht.

von Wahlberg. Gewiß, ſie find ſehr unbillig Wilhelmine Wer liebt Frohſinn und Heiterkeit mehr als ich? iſt es aber meine Schuid, wenn Natur, Gewohnheit, der Um⸗ gang mit einem ernſten Vater, mit einem pedan⸗

tiſchen Erzieher, meinen Geſichtszuͤgen dieſen un⸗

lenkſamen Ernſt aufpraͤgten wuͤrde ich Sie lieben, wuͤrde ich in den Beſitz meiner muntern Wilhelmine das hoͤchſte Ziel meiner Wuͤnſche ſe⸗ tzen, wenn nicht

Wilhe lmine. Wer mich lieben will, muß auch mit mir lachen konnen. S

Geh. von Doͤrner.(dazwiſchen trekend) Wißt ihr was Kinder ich ſehe, ihr werdet in

Ewigkeit nicht mit einander fertig kurz alſo

von der Sache

Wilhelmine. Lieber beſter Oheim; hier⸗

bey taugen ſie nun gar nichts Cſie faßt ihn bey

der Haud, fuͤhrt ihn huͤpfend und ſingend zum Schach⸗

bret, und nothig ihn zum ſitzen) da uͤberlegen ſie einmal, ob dieſer Schachmatte Koͤnig anf keine Art mehr zu retten ſey!.

E. 3.