Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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Snmmer. Iſt denn meln ganzer Lebens⸗ lauf etwas anders als ein Roman? Es wur⸗ de hell, und nun ſah ich, daß das Gewoͤlbe der hohen breiten Waſſerleitung, die den Berg⸗ ſtrom am Ende des Gartens empfaͤngt, und ihn durch den Garten und den Hof in's Thal hinab leltet, gerade vor dem Holz⸗Magazin eingebrochen war, ich war gewiß zwolf Schuhe tlef gefallen. Unfehlbar haͤtte ich mir den Hals gebrochen, wenn die herabgerollte Er⸗ de meinen Sturz nicht unſchaͤdlich gemacht haͤt⸗ te. Ich kannte dieſe Leitung; funfzig Schritte ungefaͤhr von der Stellung ging ſie unter der Kloſtermauer in's Freye; der Ausfluß war mit ſtarken eiſernen Stangen verwahrt, ich hatte aber meine Feile bey mir. Das Waſſer, deſſen Tiefe ich behutſam ſondirte, ging mir

kaum uͤber die Kniee; ich trat alſo meine un⸗

terirdiſche Reiſe muthig an, und erreichte bald das eiſerne Gitter; aber lieber Gott! dort hat⸗

te ſich der Strom tlefer eingewuͤhlt, und ich

ſtand bis unter den Armen im Schlamm und Waſſer. Dle Todesangſt hat ſchon man⸗ chen zum Helden gemacht; ich fing an zu fei⸗ len, brachte elne Stange gluͤcklich durch, ſchwung mich in die Hoͤhe, kroch hinaus, und bevor es vollig Tag wurde, hatte ich die Muͤh⸗ le erreicht. Der Muͤller, der im beſtaͤndigen

Hader und Zwiſt mit den Moͤnchen lebte, er⸗

nd. Lehrjahre 3. Th⸗ M