7r „Sequeſter(wie man es nennt) gethan wor⸗ „den, und ſie ſollten nichts bekommen„ „Es vergingen ungefaͤhr vier Jahre, als mein „Herr auf einmal einen Brief aus*** er⸗ „hielt.— Der Erbprinz hatte eine Prinzeſſin „aus*** geheyrathet; durch dieſe hatten ih⸗ „res Herrn Vaters Feinde von dort aus ge⸗ „wuͤrkt, und ſie waren abermals mit dem hoͤch⸗ „ſten Undank belohnt worden So ganz „genau kann ich ihnen, mein gnaͤdiges Fraͤu⸗ „lein, den Vorfall nicht erzaͤhlen, unſer einer „erfaͤhrt dergleichen Dinge nicht— Gewiß iſt „es indeſſen, daß es diesmal noch weit toller „herging. Ihr Herr Vater, der durch ſo viele „Ungluͤcksfaͤlle heftig geworden war, hatte ei⸗ „nen ſehr ſtarken Wortwechſel mit dem Fuͤrſten „gehabt, und mußte gleich darauf die Flucht er⸗ „greifen— man ſprach ſo gar von einer le⸗ „benslaͤnglichen Gefangenſchaft; aber zum Gluͤck „wurde man ſelner nicht mehr habhaft. Ein „vertrauter Diener, den ſie zuruͤckgelaſſen hat⸗ „ten, gab heimlich melnem Herrn, damals „ſchon Grafen von Sternberg, einen Brief— „vermuthlich hatten ihr Herr Vater in der er⸗ „ſten Beſtuͤrzung vergeſſen, den Ort ihres kuͤnf⸗ „tigen Aufenthalts anzugeben.— Mein Herr „wurde ſehr unruhig uͤber dieſe Vergeſſenheit.. „ſie empfahlen ihm beſonders ſeine Tochter, „beſchworen ihn im Namen ihrer Freundſchaft, „ das Kind der Mutter weg zu nehmen, und
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