Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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te laͤnger als ich's im Sinne hatte. Die Kran⸗ ke, Mutter von ſechs noch unerwachſenen Kin⸗ dern, fand ich mit dem Tode ringend, und da blieb ich bey ihr, bis ſie vollendet hatie... Auf dem halben Wege kam mir die Frau, der ich dich anvertraut hatte, athemlos entge⸗ gen.. Lange konnte ich ihr unverſtaͤndliches Stohnen, und ihr Jammergeſchrey nicht verſte⸗ hen; ich verdoppelte meine Schritte, von ban⸗ gen Ahnungen ergriffen... Ach! der arme kleine Wurm! Die abſcheulichen Menſchen! war alles, was ich von der Frau heraus bringen konnte.— BAls ich aber in das Haus trat, und deine Wiege leer fand, ſank ich ehne Be⸗ ſinnung auf den nächſten Stuhl; doch eben ſo ſchnell fiel mir ein Brief, der auf dem Tiſche lag, in dle Augen— ich riß ihn auf— er⸗ kannte deines Vaters Hand, und nun floſſen meine Thränen; ich druͤckte das Blatt an den Mund, ſtarrte es lange mit voͤlliger Geiſtes⸗ Abgeſchiedenheit an; endlich vermogte ich zu le⸗ ſen.. Ach! dieſe wenigen Worte, die wie ein gluͤhender Dolch mein gebrochenes Herz durchbohrten, werde ich nie vergeſſen.— Nur die Moglichkeit, daß ich Vater zu ih⸗ rer Tochter ſeyn kann, macht es mir zur Pflicht, das arme Kind in keinen ſolchen Haͤnden zu laſſen.. Gott ber⸗ gebe ihnen, wie ich ihnen vergab!— dieſer Stunde an habe ich nichts mehr we⸗

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