Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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den hinter uns, und mit einem lauten Schrey des Schreckens ſank ich zu Boden.

Als ich wleder zu mir kam, lag ich in mei⸗ nem Bette, alles war ſtill um mich her, ich machte eine Bewegung; da trat Herr von Hayn herein, finſter, blaß, entſtellt. Ich blickte mit ſtarren trocknen Augen ihm entgegen.— Un⸗ gluckliches Welb! ſagte er, was haben ſie ge⸗ than? Auch den lezten Troſt ihres verfolgten, verkannten Gatten, Staͤrkung am Buſen eines treuen Weibes fuͤr unverdlente Leiden haben ſie ihm benommen!.. Sie haben ſich geſchla⸗ gen, Herr von Aſſen iſt verwundet, eine Stun⸗ de von hier erwartet mlch ihr unglucklicher Gat⸗ te.— Ich wollte ſprechen.— Neln, un⸗ terbrechen ſie mich nicht! Machen ſie ſich rei⸗ ſefertig, ſie muͤſſen heute noch von hier fort, um an den Ort ihrer Beſtimmung gebracht zu wer⸗ den.— Er ging, ich ſprang in wilder Ver⸗ zweiflung aus dem Bette ihm nach, erklaͤrte ihm den Vorfall, ſo welt meine beynahe vollige Be⸗ ſinnungsloſigkeit es mir geſtattete, und entdeckte ihm am Ende melnen Zuſtand.— Er ſah mich lange und unentſchluͤſſig an; endlich indem er beyde Haͤnde zuſammen ſchlug:— Armer Freund! das fehlte noch! Leben ſie wohl! was ich vermag, werde ich leiſten„ riß ſich los, und eilte fort.

Madam Freind mußte hler einige Augenblicke ausruhen, und Emille wagte es nicht, ihr ſtil⸗

Lud. Lehrjahre 3. Th.