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griff; ich ſah und hoͤrte nichts, und als die Rel⸗ he zu geben an mir kam, wurde es, Trotz einer unglaublichen Anſtrengung, mir unmoͤglich— ich mußte endlich eine plotzliche Unpaͤßlichkeit zum PVorwand nehmen, und nach Hauſe fah⸗ ren; ſelbſt die Gegenwart meines beſorgten Gatten wurde mir mit jeder Minute unertraͤg⸗ licher, ich eilte zu Bette, und kaum war ich allein, ſo brach ich in elnen Strom von Thraͤ⸗ nen los Die ſo leichtſinnig unterdruͤckte eingeſchlaͤferte Leidenſchaft war beym erſten An⸗ blick des Geliebten mit dem niederſchmetternden Gefuͤhl meiner Treuloſigkeit erwacht; alle Qua⸗ len einer Hoffnungsloſen Liebe mit dem Be⸗ wußtſeyn ſelbſt die Urheberin meiner Leiden zu ſeyn, druͤckte mich vdllig zu Boden.. Die⸗ ſe Nacht war eine der ſchrecklichſten meines Lebens, und als vollends meine Tante den andern Morgen zu mir kam, und mit dem grauſamſten Lelchtſinn mir geſtand, daß ſie, ſeltdem meines Mannes Abſichten merkbar wur⸗ den, mehrere Briefe von Aſſen unterdruͤckt hat⸗ te, mir ſelblge nun einhaͤndigte, und ich durch dieſe erfuhr, daß eine bey einem Geſecht, wo er ſeinen Monarchen aus einer großen Gefahr rettete, empfangene Wunde, an der er zwey Monate hart darnieder log, die Schuld ſeines Stillſchweigens geweſen ſey; und er nun, an ſeines Vaters Einwllligung beynahe nicht mehr zweifelnd, naͤchſtens kommen werde.. omei⸗


