Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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„

Mutter ſeines Sohns minder ſchaͤtze. Wir blie⸗ ben die erſten Wochen auf dem Landgute; dein Vater ging ab und zu; ich merkte gleich, daß er zur Eiferſucht geneigt war, und vermied ſorg⸗ faͤltig jede Veranlaſſung.— Hr. von Hayn (Graf Sternberg), ſeln Jugendfreund, und ei⸗ ner der liebenswuͤrdigſten Maͤnner, die ich je ge⸗ kannt habe, belebte unſern kleinen Kreis; ich fuͤhlte mich wuͤrklich ſehr gluͤcklich.— Der her⸗ annahende Winter trieb uns endlich in dle Reſi⸗ denz zuruͤck; und die erſte Perſon, die ich in dem Zirkel, wo ich eingefuͤhrt wurde, erblickte⸗ war... Aſſen.— Die Erſcheinung ſeines Gei⸗ ſtes haͤtte mich nicht mehr erſchreckt, ich war ei⸗ ner Ohnmacht nahe, als er mir die Hand kuͤß⸗ te; ich weiß nicht, was er ſprach, noch weni⸗ ger was ich antwortete; etwas ſehr Albernes muß es in jedem Fall geweſen ſeyn, denn er ſah mich mit großen Augen an, laͤchelte hoh⸗ niſch und ließ mich ſtehen. Eine tiefe, noch

nie gefuͤhlte Wehmuth bemaͤchtigte ſich meiner Seele, ſie wuchs mit jedem Augenblick, und mit ihr meine toͤdliche Verlegenheit.— Ich ergriff haſtig eine Karte, die mir praͤſentirt wurde, aber alle meine Sinnen vergingen mir beynahe, als ich, nachdem ich meinen angewie⸗ ſenen Platz eingenommen hatte, die Augen er⸗ hob, und ihn mir gegenuͤber ſitzen ſah. Ver⸗ gebens ſuchte ich noch mich zu föſſen meine Hand zitterte bey der erſten Karte, die ich er⸗