52 allein geknuͤpft hatte, und dennoch gluͤcklich ge⸗ weſen waͤre, das ſchuldige Opfer gebracht, und nun ſey ihm geſtattet, eine Wahl zu treffen, die Herz und Vernunft zugleich billigten; von Na⸗ tur nur, und durch das Geſchaͤftsleben zum Ernſt geneigt, ſey es Beduͤrfniß fuͤr ihn, eine muntere Gefaͤhrtin zu finden, welche ihm die wenigen Stunden, die er ſich leben konnte, durch frohe vertrauliche Heiterkeit verſuͤßte ꝛc. ꝛc. ꝛc. Alsdenn entwarf der edle Mann ein Bild von mir, das mehr Leidenſchaft verrteth, als er hat— te hineinbringen wollen, und ſchloß mit der Bit⸗ te, nur in dem Fall, daß mein Herz vollig frey ſey und keinen Widerwillen gegen ihn hegte, mir den Inhalt ſeines Briefes mitzutheilen.— Eine mir vollig unerklaͤrbare Wuͤrkung machte dieſer Brief auf mich.— Auf der einen Seite meine Liebe zu Aſſen, dle zwar nicht mehr ſo heftig war, dennoch immer den erſten Rang in mei⸗ nem Herzen behauptete; auf der andern der ſchmeichelhafte Antrag eines Mannes, der ſo nahe am Throne ſtand, und mich zu einer Hohe erhob, zu der meine Einbildungskraft ſelbſt in ihren luxurirenden Stunden ſich nie geſchwungen hatte— Aſſen, ein junger liebenswuͤrdiger Wildfang, aber weit von hier, im Getuͤmmel der Schlacht, in beſtaͤndiger Gefahr, der weder ſchrieb noch kam, und auf den zu einer ernſten Verbindung, wenigſtens vor der Hand, nicht zu zaͤhlen war— dein PVater, ein noch ſchoner
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