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ſchon hatte ich in gewiſſen Stunden melne ge⸗ woͤhnliche ausgelaſſene Munterkeit zum Theil wleder erhalten, als dein Vater, der eine der erſten Stellen im Lande begleitete, mich bemerk⸗ te. Er war ſeit einigen Jahren Wittwer, und hatte einen Sohn, damals fuͤnf Jahre alt; ſeine ungewoͤhnlichen Beſuche in unſerm Hauſe fielen auf, aber nicht lange, ſo machte er ſeine ernſt⸗ haften Abſichten auf mich bekannt. Das Oheim und Tante ſogleich ihm ihr Wort gaben, und mit frohem Ungeſtuͤm in mich drangen, läßt ſich denken.— Dieſer ſo hoͤchſt unerwartete Antrag uͤberraſchte mich auf eine ſeltſame Art; ich ſchuͤttelte den Kopf, und wußte nicht gleich, ob ich es fuͤr Spaß oder Ernſt annehmen ſollte; bald wurde ich aber aus meiner Ungewißheit ge⸗ riſſen, indem mir meine Tante einen Brief dei⸗ nes Vater uͤberreichte— er war am nemlichen Tage an melnen Oheim geſchrieben.— Ich hatte damals weder Gegenwart des Geiſtes noch Erfahrung genug, um den biedern Ton, und die edle Unbefangenheit, die darinnen herrſchte, gehorig pruͤfen und ſchaͤtzen zu können.— Dein Vater geſtand, daß er zwar uͤber die Jahre ei⸗ ner taͤndelnden Liebe weit hinaus ſey, aber den⸗ noch nicht alt genug, um auf eine Verbindung, die auf Achtung und Freundſchaft gegründet ſey, Verzicht thun zu muͤſſen; ſeinem Stande haͤtte er durch ſeine erſte Ehe, welche die Konvenienz D 2


