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Plane fuͤr die Zukunft. Ich verweile ungern, jedoch aber mir Fleiß, bey dieſen erſten bedeu⸗ tenden Jahren meines Lebens, weil ſie den Grund zu melnen nachmalig gen Verirrungen ge⸗ legt haben. Ein Jahr war ich bereits in der Reſidenz und waͤhrend der Zeit nur ſelten zu meinem Vater gekommen, als meine Mutter ſtarb; nun wurde mein beſtändiger Aufenthalt bey neie Tante beſchloſſen, und ich erhielt Lehrmeiſter.. aber du lieber Gott! Ich hat⸗ te bis jezt mit genauer Noth leſen und ſchrei⸗ ben gelernt; an Religions⸗ Unterrlcht, an die Erwerbung nuͤtzlicher Kenntniſſe wurde nur ne⸗ benbey gedacht; den armen Kandidaten, der fuͤr kuͤmmerlichen Lohn das ſeinige zur Bildung meines Geiſtes beytragen ſollte, durfte ich un⸗ ter dem geringſten Vorwand fortſchicken; nicht ſo den Tanz⸗ Muſik⸗ und Zeichenmeiſter bey dieſen durfte ich keine Minute verſäumen. Daß ich kein haͤßliches Maͤdchen ſey, hatte mir mein Splegel ſchon laͤngſt geſagt, und als in meinem ſechszehnten Jahr alle Stutzer der Re⸗ ſidenz es wiederhohlten, durft' ich's wohl glau⸗ ben. So an Geiſt und Seele verwahrloßt, trat ich in der großen Welt auf, und fing an meine eigene Rolle zu ſelen Ein junger Herr von Aſe Offizier in*** Dienſien, der nach* gekommen war, um ſeine Ver⸗ wandten, die erſten Stellen bey Hofe begleiteten, zu beſuchen, hatte großes Uufſeien


