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meinem Vater machte, hatte ich das Ungluͤck ihr zu gefallen. Vergebens wagte es meine Mutter zum erſtenmal, meinem Vater mit naſſen Augen zu widerſprechen; ſie hatte das Leidweſen, ihre Marle mit der verhaßten Frau Schwaͤgerin nach der Reſidenz abfahren zu ſe⸗ hen. Ich war damals Eilf Jahr alt, ein leichtſinniges, naſenweiſes, verwoͤhntes Ding, ohne alle Erziehung herangewachſen, mit einem entſchiedenen Hang zu allen Thorheiten unſers Geſchlechts. Das Haus meiner Tante war gerade der gefaͤhrlichſte Aufenthalt fuͤr mich Mein Oheim, ein Mann nicht ohne Talente, aber durch ſeine Frau, die er aus Neigung ge⸗ heyrathet hatte, zu einer verſchwenderiſchen Le⸗ bensart, die ſeine Kraͤfte uͤberſtieg, nach und nach gewoͤhnt, ſah ſich dadurch genothigt, al⸗ lerley niedrige Kunſtigriffe zu gebrauchen, ſo daß er nicht in dem beſten Ruf ſtand; meine Tante half ihm ihrer Seits treulich ein glaͤn⸗ zendes Haus zu bilden, das heißt, ihn nach und nach entweder in's Zuchthaus, oder an den Bettelſtab zu bringen. Hier wurden alle Lie⸗ bes⸗Intriguen entſponnen und fortgeſezt; alle ſtandaldſe Anekdoten der Reſidenz mit Witz und Bosheit vorgetragen, auf die kleine Marie, die in ihrem Winkel ſaß, wurde nicht Acht gege⸗ ben; aber die kleine Marie, uͤber ihr Alter reif, bemerkte ſchon alles, gab auf alles Acht, und machte dabey ihre Gloſſen,,„ wohl auch


