Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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₰ verſagen— Noch manchen Stuͤrmen, o meine Tochter, kannſt du auf deiner irdiſchen Lauf⸗ bahn ausgeſezt werden; wenn aber Gott Ge⸗ nügſamkeit, und das feſte Vertrauen auf die Wege einer himmliſchen Vorſehung ſo tief nun in deine Seele eingepraͤgt hat dann kann ein widriges Schickſal wohl Thraͤnen koſten, aber nie den Muth benehmen, nie dieſe troſtreiche, uber alle menſchliche Lelden erhebende Hoffnung der Vergeltung dies⸗oder jenſelts des Grabes. Hier ſammelte ſich Madam Frelnd elnige Rugen⸗ blicke, und fuhr alsdann mit feſterer Stimme fort:— Vor allen Dingen, meine Tochter, muß ich dich bitten, Niemanden, ſelbſt deinem Ludolph vor der Hand nur ſo viel von deiner Mutter Geſchichte mitzutheilen, als er bls jezt zu wiſſen nothig hat— Verſprich mir das, Emllie, und halte dieſe kleine Schwachheit dei⸗ ner Mutter zu gut; mag es auch der Bewels eines unverdienten Mißtrauens ſeyn, ſo ſoll auch leſer ſchwinden, ſobald du ſein Weib biſt; ich ahme hierin Ludolphs Beyſpiel ſelbſt nach, der ſelten, und immer nur fluͤchtig, ſeine fruͤhern Jahre erwaͤhnt.. Der Name Aſſen, den er einſt nannte, hat mich aufmerkſam gemacht, und du wirſt hoͤren, wle ſehr merkwuͤrdig dieſer Name fuͤr mich iſt— Freind iſt der Name meines Vaters, er war Geiſtlicher und Pfarrer

einer anſehnlichen Gemeinde ohnweit“**, und galt allenthalben fur einen grundgelehrten Mann;