Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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Die Hitze war ſeit einigen Tagen unleidlich, und da der Bach unter einem Haſelgebuͤſch ge⸗ rade durch das Hausgaͤrtchen fleß, ſo bediente ſich Emilie dieſer Bequemlichkeit, um zu ba⸗ den. Madam Freind begleitete ſie eines Abends dahin, und half ihr beym Auskleiden. Emi⸗ lie trug ein kleines kriſtallnss Herz in Gold eingefaßt, das ein Haargeflechte enthielt, ver⸗ borgen unter dem Halstuch. Madam Freind warf von ungefaͤhr einen Blick darauf, wurde aufmerkſamer und fuhr auf einmal mit einem lauten Schrey des Schteckens zuruͤck. Emilie faßte ſie in ihre Arme, denn die gute Frau war elner Ohnmacht nahe„„ endlich, indem ſie alle ihre Kraͤfte zuſammen raffte:— Maͤd⸗ chen! wer gab dir dies?

Emilte. Melne Mutter.

Madam Freind. Deine Mutter!. ihren Namen?

Emllie.(verlegen) Meine Mutter„ (mit naſſen Angen) ſie doch wozu dieſe Er⸗ laͤuterungen, liebe Freundin?. 3 erinnert mich an eine Epoche meines Lebens, die ich ſo gern vergeſſen moͤgte„ laſſen wir t

Madam Freind. Ach! Emilie, wenn du wuͤßteſt.. Bey unſerer Freundſchaft 1 bey allem, was dir theuer und ig ſti.. wer war deine Mutter?..

Emilie.(laut weinend in ihre Arme ſintend) Ich weiß es nicht. Ein undurchdringlicher