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Zweytes Kapitel. Gläͤck und Ungluͤck. 4
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Ludolph verſaͤumte nun kelnen Tag ſelne Emi⸗ lie zu beſuchen; dieſe drey guten Menſchen wa⸗ ren ſo ganz fuͤr einander geſchaffen, daß das
natuͤrliche Beduͤrfniß der Theilnahme und Her⸗ * 4
„ Ergleßungen ſie bald mit ſeinen feſten Bonden umſchlang; Emilie beſonders empfand fur die ſanfte freundliche Wittwe eine wahre kindliche Neigung.
Madam Frelnd war noch kaum piezi Jah⸗ re alt, ſie ſchien aber aͤlter; ſie war eher groß als klein, all' ihre e waren aͤußerſt regel⸗ maͤßig e ſchoͤn; vergangene Leiden hatten noch tiefe Spuren hinterlaſſen, d ieſe waren aber nicht ihre holbe Freundlichkeit riß hin, ihr ſanftes Wohlwollen, ihre warme un⸗ gekuͤnſtelte Theilnahme erweckten Zutrauen; man fuͤhlte das ſuͤße Beduͤrfniß, dieſer ſo gihnſſ leldenden Seele Troſt und Linderung zu geben. — Die Ruhe, welche man im Lager genoß,
erlaubte Ludolphen, ſeine meiſte Zelt im Dorfe
zuzubringen.„ er hat oft dieſe Tage unter die gluͤcklichſten ſeines Lebens gezaͤhlt.
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