Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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des Feldzugs, der nicht ferne mehr iſt, fuͤhre ich dich an den Altar.— O mein Ludolph! rief Emilie, und Freude glaͤnzte durch ihre naſſen Augenwimpern, nun biſt du wuͤrklich mein— aber auch dieſen Ring mußt du von mir, von deinem Welbe empfangen! du guter, edler Menſch du!— jezt folge ich dir, wo du mich auch hinfuͤhren willſt!.

Sie gingen.

Iſt die Liebe nicht ein wahres Kind! Eine Klelnigkeit erſchreckt, und bringt es in Ver⸗ zweiflung; und wieder eine Kleinigkelt kann es belaͤnftigen, von Freude berauſcht machen. Ein ſonſt unbedeutender Ring hatte von Emillens Herzen die ganze druͤckende Laſt ihrer Leiden hinweg gezaubert; und ein einziger Blick auf ihren Finger war hlinreichend die graue Gegen⸗ wart und dunkle Zukunft in einen lichten Glanz der ſchoͤnſten Hoffnungen zu verwandeln!„.

Die gute Wittwe, der Ludolph manche klei⸗ ne Dienſte geleiſtet hatte, empfing Emilien mit offenen Armen, und als Ludolph mit anbre⸗ chender Nacht ſie endlich Laſen mußte, war ſie vollig beruhigt.