getraute Neln, Ludolph, ich blelbe bey dir!„„ Er ließ dieſen erſten wilden Ausbruch banger Beſorgniß verrauchen, dann hub er mit leiſer Stimme, unter Liebkoſungen wleder an— Nein, meine Emllie, nie ſoll uns das Schlck⸗ ſal wieder trennen.— Hier jenſelts des Ba⸗ ches, in dem kleinen Doͤrfchen..— dort bin ich abgeſtlegen, in der Schenke ſteht mein Kof⸗ fer, unterbrach Emilie; ach! Ludolph in dieſem feindlichen Dorfe nur eine klelne Huͤtte— Dort wohnt die Wittwe eines Geiſilichen; ein ſtilles freundliches Weib, empfaͤnglich und theil⸗ nehmend; denn die gute Frau ſcheint ſelbſt viel gelitten zu haben, dahin will ich dich fuhren, bis wir einen Plan entworſen, und einen Ent⸗ ſchluß werden gefaßt haben vielleicht eroffnet ſich auch fuͤr uns unvermuthet eine frohe Aus⸗ ſicht.— Nie! ach Ludolph! wir beyde ſind nicht zum Gluͤck gebohren!— Vertraue auf Gott! Emilie, harre in ſtiller Ergebung einer gerechten Vergeltung entgegen. Dies⸗ oder jen⸗ ſeits bluͤhen unſere Frenden„„ Hier zog er einen Ring vom Finger, und ſteckte ihn an den ihrigen— meine Emilie! meine Gattin! rlef er, indem er ſie noch inntger an ſein Herz druͤck⸗ te— unter Gottes freyem Himmel empfange den Schwur einer ewigen Treue, im Angeſicht
des Allmaͤchtigen ſey der hellige Bund, der un⸗
ſer Schickſal bis an's Grab verbindet, geſchloſ⸗ ſen, nun biſt du meln Welb; mit dem Ende
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