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zend.— Sie lleß ſich erſchoͤpft unter einem
Weidenbaum nieder; beyde ſtarrten ſich einige Augenblicke mit naſſen Augen an— endlich:
Emilie. Nun, Ludolph, habe ich in der ganzen Welt niemand mehr als dich! ₰
Ludolph. Was ſagſt du— Emtlie?.. Die Graͤfin.„
Emilie.(in ſeine Arme ſich netſenb) obt
Ludolph. Ach! Gott!
(Eine lange feyerliche Stille.)
Emilie.(ſich faſſend) Der lezte Brief, den
du mir von hieraus durch Willmer ſandteſt, kam
am Tage ihrer Beerdigung an— ſie war ſchon
lange gar nicht mehr wohl, ihr auffallendes Dahinſchwinden verrieth eine ſchnelle Auszeh⸗ rung.— Nachdem ſie einige aͤußerſt unange⸗ nehme Auftritte mit dem Neveu ihres Gemahls gehabt hatte, kamen dennoch die Sachen endlich in's Reine, und ſie ſchten ſich wieder zu erhoh⸗ len aber„eines Morgens. verſchied ſie in meinen Armen— Es wurde ſogleich alles verſiegelt und kaum hatten dieſe harten unbarm⸗
herzilgen Menſchen meine ewig unvergeßlilche Wohlthaͤterin in's Grab gelegt, als mir bedeu⸗
tet wurde: ich ſey hier vollig uͤberfluͤſſig.. Thraͤnen erſtickten Emillens Stimme, ſie lag in
krampfhaften Zuckungen an Ludolphs Bruſt. Ludolph, der die ganze ſchreckliche Lage des ſo hoͤchſt bedaurungswuͤrdigen Maͤdchens uͤber⸗ ſah, welhte ſtille Thraͤnen dem Andenken der C 2


