Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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Der Faͤhndrich ſchlich ſich modestemeut zur Thuͤr hinaus.— Er iſt todt! rief Ludolph, als er ſah, daß die dicke Fleiſchmaſſe ſich auch dann noch nicht ruͤhrte.— Wollte Gott! er⸗ wiederte die zaͤrtliche Ehehaͤlfte, und ſprang mit glelchen Fuͤßen aus dem Bette uͤber ihn hinaus. — Ludolph wand ihn herum— der Schlag hatte ihn geruͤhrt.

Doch hinweg von dieſer ſchmutzigen, die Menſchhelt entehrenden Scene.— Ludolph raff⸗

te in aller Eil ſeine Sachen zuſammen, und ver⸗

ließ das Haus, aͤrmer noch als er hinein gekom⸗

men war.— Wir wollen eben ſo ſchnell uͤber

dieſe traurige Epoche ſeines Lebens hinweg ei⸗

len.— Genug, daß nach mehrern verungluͤck⸗

ten Spekulationen, und geſcheiterten Hoffnun⸗ gen, er ſich endlich noch glucklich ſchaͤzte, als Schreiber, mit Fourlers⸗Rang, bey der Armee⸗ Kanzeley angenommen zu werden.

Eines Abends als er, in wehmuͤthigen Ge⸗ danken uͤber ſein hoͤchſt trauriges Schickſal ver⸗ ſunken, an einem kleinen Bach, der nicht weit vom Lager floß, auf⸗ und abging, hoͤrte er ſich plotzlich laut rufen. Er blickte auf, und ſah ein junges Frauenzimmer mit offenen Armen auf ihn zueilen— Gott! Emille!— Ludolph! mein Ludolph!— und ſie ſank an ſeine Bruſt. — Emille! rief er noch einmal nach der erſten umarmung, was fuͤhrt dich hierher?— Und das kannſt du fragen? ſtammelte ſie laut ſchluch⸗

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