Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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Mathias wankte herbey; und nach einem langen Widerſtreben von der einen, und Auseinanderwi⸗ ckeln von der andern Seite kam die liebe Ma⸗ dam Mathlas in einem eben nicht zweydeutigen leichten Anzug, welchen der Franzos ziemlich paſſend habit de Combat nennt, nebſt einem kleinen loſen Faͤndrich, an deſſen Tollette der Anſtand ebenfalls auch einige Klelnigkeiten zu deſideriren gehabt haͤtte, endlich zum Vorſchein. — Die eiſerne Stange hatte ihr die Stirne blu⸗ tig geſtreift, und ſo fuͤr das liebe Maͤnnchen das Vergeltungsrecht ausgeuͤbt.— Ludolph hatte ſich erhohlt, und lachte laut auf, indem er dem kleinen, fuͤr Schrecken halbtodten Faͤhndrich wie⸗ der auf die Beine half.— Herr und Madam Mathias gafften ſich einander an, wie zwey Haͤhne, die eben im Begriff ſind ſich auf den Kamm zu ſteigen.— Kelns vermogte eine Sylbe hervor zu bringen.— Endlich und in der neinlichen Minute ergriff Herr Mathias ſein Spantſch Rohr und Madam Mathias den N.„Topf.— Wenn du dich unterſtehſt! rief Madam Mathias.— Kanallle! bruͤllte Herr Mathias— er ſtuͤrzte nach dem Bette, verwickelte ſich in den Vorhang, der auf dem Boden lag, fiel der laͤnge nach hin, und Ma⸗ dam Mathias mit einer herviſchen Gegenwart des Geiſtes hatte in dem nemlichen Augenblick die verſprochene Libation uͤber ihn ergoſſen.— Lud. Lehrjahre 3. Th. 2