Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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die Habſucht und niedrige Denkungsart des Er⸗ ben unſerer guten Graͤfin; du weißt leilder auch, wie ſchwankend ihre Geſundheltsumſtände ſind.— Nein, meine Emilie, ich will delne Liebe nicht mit einem unvermeidlichen Elend loh⸗ nen!— Wiſſe, damals ſchon als ich dir ver⸗ ſprechen mußte, im Fall auch hier meine Hof⸗ nungen getaͤuſcht werden ſollten, ſogleich zuruͤck zu kehren, war ich feſt entſchloſſen das Verſpre⸗ chen nicht zu halten. Emilie! beurtheile mich nicht falſch! ich bin geheilt von dem eiteln Wahn, daß ein feſter Wille, Kenntniſſe und Ausdauer hinreichend ſeyen, um in der Welt ei⸗ ne Rolle zu ſpielen; auch ſelten, Wunder⸗ ſel⸗ ten nur, ich habe es eingeſehen, begleitet wah⸗ re Zufriedenheit den Ehrgeizigen in ſeinem kuͤh⸗ nen Flug— Nein, Emilie, ich will weder ei⸗ ne Rolle ſplelen, noch mich emporſchwingen— nur eine Huͤtte, und ein ſicheres, weun auch noch ſo karg zugemeſſenes Stuͤck Brod— und ich theile mit dir Brod und Huͤtte, und werde gewiß ein glucklicher Menſch ſeyn. ꝛc. ꝛc. 2c.

Ludolph geſtand nicht, daß auch falſche Schaam ihn zum Theil abhielt die Ruͤckreiſe an⸗ zutreten; er hatte mit einer ſolchen Zuverlaͤſſig⸗ keit von ſeiner ſichern, vollig unfehlbaren An⸗ ſtellung geſprochen, daß ſeine ſo ſehr gedemuͤ⸗ thigte Eigenliebe es nicht zulleß, aͤrmer und hoff⸗