Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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Willmer hatte mich bereits durch ſelne Erzaͤh⸗ lung uͤberzeugt, daß der Fuͤrſt dleſes Landes mit all ſeinem Gold den geringſten Buͤrger ſei⸗ ner Reſidenz um ſein haͤusliches Gluͤck hätte be⸗ neiden konnen, als eln glanzender Wiſtt an uns voruͤber flog. Ich erkannte ſogleich die Gemah⸗ lin des Miniſters und Auguſten, ſie hatten bey⸗ de unſere ehrerbletige Verbeugung mit elnem freundlichen Laͤcheln erwiedert. Willmers Stir⸗ ne kraußte ſich, ſein finſterer Blick verfolgte den Wagen bis an die Kruͤmmung, wo er ver⸗ ſchwand.— Das iſt mein Fraͤulein aus dem Schauſpielhaus! ſagte ich endlich.— Richtig! — Unſere Bekanntſchaft hat ſonderbar ange⸗ fangen; und ennoch glaube ich Fraͤulein Augu⸗ ſten ſchon ziemlich genau zu kennen, ob ich glelch nicht viel mehr als ihren Namen bis jezt von ihr erfahren habe.— Ihr Vater, der Sohn wohlhabender Buͤrger, trat fruͤhe in hieſi⸗ ge Dienſte; einige Talente, und die gluͤckliche Gabe, den guͤnſtlgen Augenblick zu bruutzen zu wiſſen, erhoben ihn ſchnell; ſetne Schweſter ge⸗ fiel dem Vater unſers jetzigen Fuͤrſten— Arls⸗ heim wurde geadelt, ſammelte ein ſchoͤnes Ver⸗ moͤgen, und hinterließ ſeine einzige Tochter der Aufſicht eben dieſer Schweſter, die ihren Mann

durch ihre Hand zum Rang eines erſten Minl⸗

ſters erhob.— Iſt's moͤglich!— Der Mini⸗

ſter hat Verdtenſte, er iſt im Auslande geſchzt.

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