Teil eines Werkes 
3. Theil (1804)
Entstehung
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Blldhauer, der eben aus Itallen zuruͤckkommt, wo ihn der Fuͤrſt hatte hinreiſen laſſen. Nach⸗ dem wir uns uͤber Kunſt und Kuͤnſtler ſait ge⸗ plaudert, und uns, ſo zu ſagen, von allen Seiten betaſtet hatten, wurden wir allmaͤhlich vertrauter. Es giebt Menſchen die ſich wech⸗

ſelſeitig eine Magnetnadel ſind— ſo ging es 3 mir und Willmer.— Er hatte Becker und ſei⸗

ne Englaͤnder in Rom kennen lernen; ein neuer. Stoff zur Unterhaltung. Wir ſpeiſten zuſammen, und gingen hernach in dem Schloßpark ſpazie⸗ ren. Endlich kamen wir auf den hieſigen Hof zu ſprechen; ich erzaͤhlte ihm meinen Beſuch bey dem Miniſter, den ſeltſamen Auftrlt im Schauſpielhauſe, und entdeckte ihm am Ende mein Porhaben mich hier haͤuslich niederzulaſ⸗ ſen. Willmer wurde ernſt, und nachdem er mich bedenklich angeſehen hatte, ging er ſilllſchwei⸗ gend an meiner Seite die Allee hiuab. Dieſe plotzliche Veraͤnderung fiel mir auf, ich ergriff ſeine Hand.— Willmer, ſagte ich, unſere Be⸗ kanntſchaft iſt zwar noch ſehr neu, aber wagen ſie's immer, und entdecken ſie mir, was ſie oh⸗ nehin ſchlecht verſchweigen. Er ſah mich lange und unentſchloſſen an. Dann:— Nein! Wenn ſie der ſind, fuͤr den ich ſie halte, iſt es uͤber⸗ 13 fluͤſſig— Truͤge ich mich, ſo haͤtte ich zu viel geſagt.— Alſo von etwas anderm„ich wollte ſie vorher ein wenig mit unſerm Hof be⸗ kannt machen.

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