Teil eines Werkes 
2. Theil (1804)
Entstehung
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nicht laͤnger dem Schmerze von ihnen verkannt zu ſeyn!(indem er ſeinen Stuhl näher ruͤckte, und Emiliens Hand in die ſeine legte) Der edle Greiß, der ohnlaͤngſt noch, zum Wohl dieſes Landes das Stäatsruder lenkte, hat mir dringende Empfeh⸗ lungs ſchreiben nach*** bereits anvertraut; er gibt mir die gegruͤndetſte Hofnung zu einer an⸗ ſtäͤndigen Verſorgung. Morgen will ich dahin reiſen, und werde ich wuͤrklich angeſtellt, ſo kom⸗ mz ich ſogleich zuruͤck und hole meine Emilie ab Bis dahin konnen wir vielleicht auch ſchon naͤhere Aufklaͤrung uͤber ihre Eltern erhalten ha⸗ ben Der alte Kammerdiener hat ſicher nun unſern Brief empfangen*

Emilie.(ſchmerzhaft lächelnd) Ach! daß ich dir Recht geben muß...(zur Gräfin) Zuͤrnen ſie nicht mehr auf ihn, ſeine Liebe iſt weit edler als dle meinige..

Ludolph.(noch waͤrmer) Und welch ein ſuͤßer Lohn fuͤr die aufgeopferten Stunden der Liebe wartet alsdann meiner, wenn, ſtatt des Pflanzenlebens eines Landmanns aus Bequem⸗ lichkeit, und um ſchneller das Ziel meiner Wuͤn⸗ ſche zu erreichen, zu waͤhlen, ich meine beſſern Geiſteskraͤfte zum Nutzen des Staats anwende, mich nach und nach empor ſchwinge, und endlich an der Seite meiner heitern liebevollen Emilie, von unſern Kindern umgeben, ich mir einſt werde

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