aͤndern.— Ich habe ſchon laͤngſt Gelegenheit ge⸗ habt, aus den Famillen⸗Dokumenten mich genau von allem zu unterrichten; dieſer Meyerhof gehoͤrt zum Stammgut, und konnte zu keiner Zeit ver⸗ aͤuſſert werden.— Roch muß ich bemerken, daß der Herr Graf bei ihrer liberalen Denkungsart, und ihrem Hang zur Wohlthaͤtigkeit nicht immer ihre Kraͤfte berechneten... Die Guter ſind ins⸗ geſammt ſehr verſchuldet, und Pflicht von mir iſt es zu ſagen, daß ſchnelle und ernſte Maaßregeln getroffen werden muͤſſen, um ihnen, gnaͤdigſte Frau, ein reines Einkommen zuzuſicheru; frei von allen Eingriffen und Chicanen der Agnaten und kuͤnftigen Erben. Ich verhehie ſogar nicht, daſt dieſe nothwendige Einrichtung mit großen Schwie⸗ rigkeiten verbunden iſt, und daß, wenn ſelbige auch noch ſo gluͤcklich wird beendigt ſeyn, ſie ſich dennoch gewiſſe Einſchroͤnkungen werden muͤſſen gefallen laſſen..
Die Graͤfin. Aber mein Gott!
Ludolph. Dies waͤre freilich alles nicht ud⸗ thig geweſen, wenn die Vorſehung uns ihren wuͤr⸗ digſten Gemahl erhalten hätte.— Ihm waͤren als Eigenthuͤmer manche, ſogar nutzliche Veraͤuſ⸗ ſerungen erlaubt geweſen, welche ſie, gnaͤdigſte Frau, die ſie nichts mehr als den Genuß haben, und den man nochuͤber einen Theil ſtreitig machen konnte, nicht wagen duͤrften— auch der anſehn⸗
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