Gefuͤhrtin durch's Leben an mein Herz zu druͤ⸗ cken, das ſtolze Bewußtſeyn werde verbinden tonnen, nur dir und meinem eigenen Beſtreben dies Gluͤck zu verdanken zu haben.——
Emilie.(indem ſie mit einem dankbaren Scelenvollen Blick ihm die Hend druͤckt) Guter, edler Menſch!
Ludolph. Kann ich mir nun ſchmeicheln, daß, alle Nebenſachen auf die Seite geſetzt, ihr Herz gegen den Willen unſers Wohlthaͤters nichts einznwenden hat? daß.
Emilte.(in holder Verwirrung, indem ſie über und uͤber gluͤhend ihre Augen zu ihm erhebt) Luvolph! wenn ſie das theuerſte Geheimniß mei⸗ nes Herzens noch nicht errathen haben, ſo„ (ſie ſtockt, und wendet ſich um.)
Ludolph.(ſeine Rechte um ihren Nacken ſchlagend) Emilie! meine Freundin! mein Weib! „2 Ceine innige Umarmung) Gewiß, Emſie, wir werden gluͤcklich ſeyn!— aber nun, mein theures Maͤdchen, darfſt du meiner Frage keine ſolche unartige Auslegung mehr geben— habe ich denn nicht einen ſehr wichtigen Grund dazu? — Du biſt von Adel! wer iſt uns Buͤrge, daß deine Eltern die freie edle Denkungsart unſers Wohlthäters haben werden?


